Link Startseite | Evangelische Markus-Kirchengemeinde Berlin-Steglitz
 
 
 
 

Die Entstehung der Markuskirche

Bauprogramm der Markuskirche

Zur Vermeidung einer anonymen Massengemeinde trug schon der Bau einer zweiten Kirche, der Markuskirche, selbst bei. Darüber hinaus orientierten sich die Steglitzer Pfarrer am Gemeindeideal ihres sächsischen Kollegen Emil Sulze. Er strebte die Gliederung der Gemeinde in überschaubare Bezirke an, die von Laien betreut werden. Ausgebildete Laien sollten auch seelsorgerliche und sozialdiakonische Arbeiten übernehmen. Nicht nur zum Gottesdienst sollten sich die Gemeindeglieder treffen, sondern auch ihre Freizeit und ihr soziales Leben miteinander teilen. Zu diesem Zweck sollte ein Gebäudekomplex entstehen, der Kirche und Gemeinderäume vereint.

So ist es bei der Markuskirche umgesetzt worden. Sie ist mit zwei Häusern verbunden, in denen sich Wohnungen für Pfarrer und Mitarbeiter und Räume für die Diakonie und die Gemeindearbeit befanden. In Absetzung vom damals noch vorherrschenden neogotischen und neoromanischen Backsteinstil ist die Kirche als schlichter Putzbau errichtet worden. Der breit gelagerte hallenartige Innenraum entspricht dem Ideal einer evangelischen Predigtkirche – einem klaren übersichtlichen Raum, in dem von jedem Platz, ungestört von Pfeilern und Nischen, Kanzel und Altar zu sehen sind. Die Emporenbilder trugen mit Szenen aus dem Markusevangelium dem Namen der Kirche Rechnung.

Protestantischer Kirchenbau zur Bauzeit der Markuskirche.

Bevölkerungswachstum und Kirchenbau in Steglitz

01 | Lageplan Kirche mit Gemeindehäusern, Kirchliches Familienblatt Dezember 1910
02 | Markuskirche & Rosengarten
03 | Markuskirche, Innenansicht, Blick Richtung Altarraum, ca. 1940
04 | Markuskirche, Innenansicht, Blick Richtung Orgelempore
05 | Emporenbild zu Markus 9;36-37: Jesus segnet die Kinder